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Smart Grids: intelligente Stromnetze

Wie die Digitalisierung die Energieverteilung verändert.

Smart Grids: intelligente Stromnetze

Das Stromnetz, wie wir es kennen, wurde für eine Welt entworfen, in der Energie von wenigen großen Kraftwerken zu vielen passiven Abnehmern floss. Dieses Modell beschreibt die Wirklichkeit nicht mehr: Auf den Dächern speisen Photovoltaikanlagen ein, in den Garagen ziehen Elektrofahrzeuge erhebliche Leistung, und die Flüsse wechseln im Tagesverlauf mehrfach die Richtung.

Smart Grids entstehen aus dieser Notwendigkeit. Es sind Netze, in denen die Verteilung um Messung, Kommunikation und Steuerung ergänzt wird: Sensoren in den Stationen, intelligente Zähler, fernsteuerbare Schaltgeräte, mit denen der Netzbetreiber in Echtzeit sieht, was geschieht, und eingreifen kann, ohne ein Team zu schicken.

Der Nutzen ist dreifach. Erstens kürzere Ausfallzeiten: Ein ferngesteuertes Netz ortet und isoliert den gestörten Abschnitt in Minuten und versorgt vor- und nachgelagerte Kunden wieder, während die Reparatur noch läuft. Zweitens die Fähigkeit, mehr dezentrale Erzeugung ohne lokale Überlastung aufzunehmen. Drittens datenbasierte Instandhaltung, die Eingriffe dort erlaubt, wo sie nötig sind, statt nach Kalender.

All das ruht jedoch auf physischer Infrastruktur. Eine Fernwirkanlage funktioniert nur, wenn die Stationen über eine zuverlässige Verbindung erreicht werden, wenn die Kabelquerschnitte zu den neuen Flüssen passen und wenn die Technikräume Platz für Mess- und Schaltgeräte bieten. Genau hier liegt unsere Arbeit.

Bei unseren Arbeiten an Trafostationen und Mittelspannungsleitungen legen wir Leerrohre und Glasfaser für die Datenübertragung, Platz und Versorgung für die Geräte sowie eine vollständige Bestandsdokumentation an. Auch wenn die Automatisierung erst später installiert wird, ist die Infrastruktur bereits vorbereitet: Einen Graben wieder zu öffnen, um ein vergessenes Rohr zu ergänzen, kostet weit mehr, als es gleich mitzuverlegen.